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Christliche Bildungseinrichtungen in Deutschland


Christliche Bildungseinrichtungen in Deutschland


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04.07.2017

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Ab sofort oder nach Vereinbarung

13.06.2017

Was Martin Luther christlichen Schulen zu sagen hat

„Der Welt die (Denker)Stirn bieten!“

Eine Bildungsreise der VEBS...

08.06.2017

Gottesdienst zur Amtsübergabe an den neuen Generalsekretär

und Verbandstagung zur Lehrergewinnung am 22. und 23. September 2017

Geschichtliches zu Bekenntnisschulen

Bereits mit dem Erhalt der Gebote Gottes auf dem Sinai wurden die Kinder Israel mit dem Bildungsgebot betraut, das fortan in der jüdischen Kultur eine tragende Bedeutung hatte. Am bekanntesten sind die dem berühmten Shma Jisrael in Deu 6,4-5 folgenden Verse 6-9, deren grundlegendes Merkmal die Ausrichtung des praktischen Lebens am Orientierungsmaßstab der Heiligen Schrift ist. Biblische Bildung darf nicht allein Form sein, sondern muss die Lebenswirklichkeit erreichen.

„Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen
und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden,
wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist,
wenn du dich niederlegst oder aufstehst.
Und du sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand,
und sie sollen dir ein Merkzeichen zwischen deinen Augen sein,
und du sollst sie schreiben auf die Pfosten deines Hauses und an die Tore.“


Im Neuen Testament wurde der Auftrag zur Verkündigung der frohen Botschaft von der Erlösung Jesu ebenfalls in den engen Zusammenhang des göttlichen Auftrags zu Persönlichkeitsbildung und Orientierung des Denkens der Jugend gestellt, hier exemplarisch deutlich gemacht mit Eph 6,4.

„Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie
in der Pädagogik und Denkprägung (so wörtlich) des HERRN.“


Im sogenannten christlichen Abendland entwickelte sich dann Schule aus dem von den Kirchen vermittelten Taufunterricht, der in Verbindung mit den Einflüssen aus dem griechisch-römischen Kontext bis ins Mittelalter geistlich-philosophisch ausgerichtet und bis ins Mittelalter vorwiegend nur Kindern aus begüterten Häusern vorbehalten war. Schließlich waren es vorrangig christliche Pädagogen, die sich dafür einsetzten, dass Bildung allen zugänglich gemacht wurde.

Wo immer in der Geschichte der Gemeinde Jesu Menschen die gewaltigen Dimensionen der Erlösung Christi entdeckten und bewegt waren, diese weiterzusagen, wurde gleichzeitig das Anliegen für eine christliche Bildung in ihnen groß.

Martin Luther nannte in seiner Schrift „An die Ratsherren aller Städte Deutschlands, auf dass sie christliche Schulen aufrichten und unterhalten sollen“ die Gründung von christlichen Schulen als eines der vorrangigen Ziele für Eltern, Kirche und Obrigkeit.

Johann Amos Comenius, der Bischof der böhmischen Brüderkirche, wurde mit seinem bebilderten Schulbuch „Orbis pictus“, das über 250 Jahre in den Schulen in aller Welt genutzt wurde, im 17. Jahrhundert zum Pionier der Medienpädagogik. Es war sein Anliegen, die Welt aus der Sicht Gottes begreifbar zu machen. Seine "Große Didaktik" ist eines der ersten Lehrbücher der modernen Pädagogik.

August Hermann Francke, der als Pfarrer um 1700 in Halle an der Saale Schulen gründete, gilt als Vater der Bekenntnisschulbewegung. Seine Schulen konnten auch von nichtbegüterten Schülern und von Mädchen besucht werden. Die geistliche Gesamtsicht des Bildungsanliegens bewegte ihn zu pädagogischen Innovationen, die bis heute richtungweisend sind. Durch die Einführung der Realien in den Unterricht machte er Bildung anschaulich. Für Francke musste ein christlich orientierter Unterricht Zurüstung für das Leben sein. Deshalb besaß Berufsorientierung einen hohen Stellenwert: In seinen Schulen gab es Werkstätten. Gleichzeitig entließ er seine Schüler mit einem geistlichen Anliegen in die Welt. Die ersten Missionare der neuen Missionsgeschichte waren „Zöglinge“ seiner Schulen. Und auf sein Betreiben geht die Gründung der ersten modernen Missionsgesellschaft hervor.

Friedrich Spittler, der Gründer der Basler Mission und der Pilgermission St. Chrischona, gründete 1820 gemeinsam mit Heinrich Zeller das erste schweizerische Lehrerseminar in Kombination mit einer christlichen Schule im badischen Schloss Beuggen. Den Männern war klar geworden, dass es „nicht reicht, Missionare in ferne Länder zu senden“, wo doch die Not im eigenen Lande so groß sei.

In Deutschland war es der Pionier der Inlandmission und Gründer des Rauen Hauses, Johann Heinrich Wichern, der das Anliegen der christlichen Schule förderte.

Im Bergischen Land setzte sich der Schulleiter Friedrich Wilhelm Dörpfeld für eine christliche Pädagogik ein.

Und in Holland gründete Abraham Kuyper, der spätere Innenminister und Gründer der Freien Universität Amsterdam, die Bewegung „Schulen mit der Bibel“. Damit hängt es zusammen, dass noch heute Privatschulen und staatliche Schulen in gleicher Weise vom Staat finanziert wurden. Dies ermöglicht es den christlichen Bekenntnisschulen in Holland, ihre eigenen staatlich anerkannten pädagogischen Hochschulen zu betreiben.

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